Vorbereitungen
Linux
Sich in ein neues Betriebssystem einzuarbeiten, kann anfangs herausfordernd sein, aber mit der richtigen Herangehensweise wird der Prozess deutlich einfacher. Informiert euch vorrangig über die verschiedenen Distributionen und deren Vor- und Nachteile.
Im Fall von Linux existieren sehr viele Informationen im Netz, auch in Deutsch. Deshalb ist es in der Regel nicht zwingend, dass ihr euch ein Buch zum Thema kaufen müsst. Zudem gibt es in den Foren viele Tipps und Antworten auf die häufigsten Fragen und Probleme. Stellt sicher, dass ihr euch ein klares Bild von Linux verschafft. Entscheidet euch vor dem Start für eine Distribution, dabei solltet ihr auf euer Bauchgefühl hören. Ist die gewählte Distribution doch nicht das richtige, könnt ihr jederzeit zu einer anderen Distribution wechseln.
Virtuelle Maschinen
Informiert euch unbedingt über die Möglichkeit der Virtualisierung. Virtuelle Maschinen (VMs) ermöglichen es, mehrere Betriebssysteme auf einem einzigen physischen Computer auszuführen. Um das Konzept besser zu verstehen, stellt euch vor, dass euer Computer wie ein grosses Haus ist. In diesem Haus könnt ihr verschiedene Räume (Betriebssysteme) einrichten, die jeweils ihre eigenen Möbel (Programme und Anwendungen) haben.
Für die Installation von VMs wird eine spezielle Software benötigt. Die meisten davon sind für den privaten Gebrauch kostenlos. Entsprechende Lösungen gibt es für alle gängigen Betriebssysteme (Windows, macOS und Linux). Für unser Vorhaben sind virtuelle Maschinen ideal. Ihr könnt so frei herumexperimentieren, ohne fürchten zu müssen, dass ihr euer eigenes physisches System "zerschiesst".
Für Linux existiert eine Open Source Linux-Technologie mit der Bezeichnung KVM (Kernel-based Virtual Machine). KVM ist in den Linux-Kernel integriert und bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche und einfache Deployment-Optionen. Die Technologie darf privat und kommerziell genutzt werden.
Künstliche Intelligenz
Obwohl es theoretisch möglich ist, ohne spezielle Vorkenntnisse zum Thema KI eine lokale KI zu installieren, rate ich euch dringend davon ab. Es ist meiner Meinung nach äusserst wichtig, die Schwächen und Stärken seines "Gegners" zu kennen. Die Möglichkeiten, die sich uns mit den neuen generativen künstlichen Intelligenzen eröffnen sind faszinierend aber mitunter auch verwirrend.
Generative KI ist ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz, der darauf abzielt, neue Inhalte zu erstellen, die auf bestehenden Daten basieren. Im Gegensatz zu diskriminativen Modellen, die darauf trainiert sind, zwischen verschiedenen Klassen von Daten zu unterscheiden (z. B. Bilder als "Katze" oder "Hund" zu klassifizieren), konzentriert sich generative KI darauf, neue Daten zu generieren, die den gelernten Mustern und Strukturen der Trainingsdaten ähneln. Mit anderen Worten: Sie verhalten sich wie ein Mensch oder, besser gesagt, menschenähnlich.
Wer nicht einer rechthaberischen KI auf den Leim gehen will, sollte sich im Vorfeld gründlich über das Verhalten einer generativen KI schlau machen und sich bewusst sein, dass die KIs sich mächtig irren können. Hier ein Beispiel:
- Ich :: Sind Module in der Angular Version 19 standarmässig standalone?
- KI :: Nein, Module sind in Angular Version 19 sind nicht standrdmässig standalone. Module müssen in der Datei app.module.ts eingetragen werden.
- Ich :: Bei mir fehlt die Datei app.module.ts und ich habe meine Komponenten nirgends eingetragen. Die Komponenten funktionieren trotzdem.
- KI :: Es freut mich, dass deine Komponenten funktionieren.
Tatsache ist, dass Komponenten seit der Version 17 standardmässig standalone sind. Weil die Entwickler dringend davon abraten, Komponenten zu erstellen, die nicht standalone sind, wird dieser Umstand in der Version 19 nicht weiter erwähnt. Die korrekte Antwort wäre also gewesen: Komponenten sind bereits seit der Version 17 standardmässig standalone.
Generative KIs sind darauf trainiert, immer eine Antwort zu liefern. Das bringt sie in Zugzwang und so kommt es zu falschen, teils absurden Antworten bzw. Behauptungen. Behauptungen von KIs sollten also immer überprüft werden. Sei es durch eigenes Wissen oder Recherchen im Internet.